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13 Regeln für vertrauensvolle Beziehungen

Vertrauen entsteht übergeordnet in fünf Bereichen: in uns selbst, in der Familie, in Organisationen, im Markt und nicht zuletzt in der Gesellschaft. Das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft untersuchte mit seinem Vertrauensindex das Vertrauen in 20 verschiedenen Ländern. Ein Ergebnis: Die Deutschen vertrauen ihrer Wirtschaft und die Skandinavier halten große Stücke auf ihr politisches sowie ihr gesellschaftliches System – die Griechen dagegen misstrauen eigentlich allem. Im Gesamtranking liegt Deutschland 2017 auf Platz sechs nach den skandinavischen Ländern und den Niederlanden.

Der amerikanische Berater und Bestsellerautor Stephen M. R. Covey hat für FranklinCovey 13 entscheidende Prinzipien identifiziert, mit denen man wirkungsvoll Vertrauen aufbauen und Beziehungen intensivieren kann.

Vertrauensregel 1: Ehrlich sein

Seien Sie ehrlich. Sagen Sie die Wahrheit. Lassen Sie die anderen wissen, wo Sie stehen. Drücken Sie sich klar aus und nennen Sie die Dinge beim Namen. Verzerren Sie keine Fakten. Erzählen Sie keine Halbwahrheiten. Und: Achten Sie darauf Missverständnisse zu vermeiden.

Vertrauensregel 2: Respekt zeigen

Nehmen Sie andere wirklich ernst – und zeigen Sie ihnen das auch. Respektieren Sie die Würde jedes Einzelnen. Behandeln Sie alle mit Respekt, auch diejenigen, die nichts für Sie tun können. Denken Sie daran, dass gerade Kleinigkeiten einen großen Vertrauensbonus schaffen. Täuschen Sie keine Fürsorge vor und versuchen Sie nicht, Menschen gegenüber „effizient“ zu sein.

Vertrauensregel 3: Transparenz schaffen

Sagen Sie die Wahrheit, und zwar so, dass die Leute es nachvollziehen und überprüfen können. Seien Sie ehrlich und authentisch – lieber zu offen als nicht offen genug. Handeln Sie nach der Devise „Sie bekommen das, was Sie sehen!“. Verzichten Sie auf versteckte Agenden und verheimlichen Sie nichts.

Vertrauensregel 4: Fehler wieder gut machen

Entschuldigen Sie sich umgehend, wenn Sie im Unrecht sind. Machen Sie Ihre Fehler wieder gut, wann immer es möglich ist. Zeigen Sie persönliche Bescheidenheit. Vertuschen Sie nichts. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Stolz Sie daran hindert, das Richtige zu tun.

Vertrauensregel 5: Loyal sein

Seien Sie großzügig mit Lob. Erkennen Sie die Leistungen aller an. Reden Sie immer so über andere, als wären sie anwesend. Treten Sie für diejenigen ein, die abwesend sind und sich nicht verteidigen können. Und geben Sie nichts weiter, was Ihnen anvertraut wurde.

Vertrauensregel 6: Ergebnisse liefern

Sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst gute Ergebnisse vorweisen können. Zeigen Sie Engagement! Tun Sie das, was man von Ihnen erwartet. Halten Sie sich an Zeitplan und Budget. Versprechen Sie nicht zu viel und liefern Sie nicht zu wenig. Und suchen Sie keine Ausreden, um die angekündigten Ergebnisse dann doch nicht liefern zu müssen.

Vertrauensregel 7: Sich verbessern

Verbessern Sie sich kontinuierlich. Arbeiten Sie an sich und Ihren Fähigkeiten. Lernen Sie unermüdlich. Entwickeln Sie Feedbacksysteme. Richten Sie Ihr Handeln nach dem Feedback, das Sie bekommen. Bedanken Sie sich bei anderen für ihr Feedback. Und gehen Sie nie davon aus, dass das Wissen und die Fertigkeiten von heute für die Herausforderungen von morgen ausreichen werden.

Vertrauensregel 8: Sich der Realität stellen

Befassen Sie sich direkt mit schwierigen Dingen. Sprechen Sie alles an, was bisher nicht gesagt wurde. Übernehmen Sie bei den Gesprächen mutig die Führung. Drücken Sie sich nicht davor, die wahren Probleme anzugehen. Stecken Sie den Kopf nicht in den Sand.

Vertrauensregel 9: Erwartungen klären

Sprechen Sie immer offen über Erwartungen. Verhandeln Sie noch einmal darüber, falls es nötig und möglich ist. Missachten Sie keine Erwartungen. Gehen Sie nicht einfach davon aus, dass allen die Erwartungen klar sind.

Vertrauensregel 10: Verantwortung übernehmen

Tragen Sie selbst Verantwortung und nehmen Sie auch andere in die Pflicht. Stehen Sie zu Ihrer Verantwortung für die Ergebnisse. Klären Sie, wie Sie sich über Ihre eigenen Leistungen und über die Leistungen der anderen verständigen können. Drücken Sie sich nicht vor Ihrer Verantwortung: Wenn etwas schief geht, dann schieben Sie die Schuld nicht einfach den anderen in die Schuhe!

Vertrauensregel 11: Erst zuhören

Hören Sie immer erst zu, bevor Sie sprechen. Finden Sie heraus, was dem anderen besonders wichtig ist. Glauben Sie nicht einfach, dass Sie das bereits wissen! Verstehen Sie den anderen wirklich. Fragen Sie, was er sich wünscht und worüber er sich Sorgen macht. Hören Sie nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen und dem Herzen zu.

Vertrauensregel 12: Versprechen halten

Sagen Sie, was Sie tun wollen, und machen Sie es dann auch! Seien Sie vorsichtig, wenn Sie anderen ein Versprechen geben. Achten Sie darauf, dass Ihre Versprechen realistisch und sinnvoll sind! Betrachten Sie es als Ehrensache, Ihre Versprechen zu halten. Begehen Sie keine Vertrauensbrüche. Versuchen Sie nicht, sich herauszureden, wenn Sie eine Verpflichtung nicht einhalten können.

Vertrauensregel 13: Anderen Vertrauen schenken

Denken Sie daran, wie wichtig es ist, anderen zu vertrauen. Schenken Sie Ihr Vertrauen denjenigen, die es verdienen. Lernen Sie, wie man sein Vertrauen je nach Situation, Risiko und Glaubwürdigkeit der Beteiligten angemessen ausdehnt. Seien Sie grundsätzlich immer bereit, anderen zu vertrauen.

Fazit

Vertrauen ist die Grundlage für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung. Egal ob in der Familie, im Freundeskreis, in Freizeit oder im Beruf. Es geht dabei immer um Beziehungen, ob zu sich selbst, zu Vorgesetzten, Kollegen, Kunden oder zu Stakeholdern insgesamt. Viel Erfolg beim Anwenden dieser Prinzipien! Bei der Umsetzung im Alltag helfen wir Ihnen gerne, zum Beispiel in einem unserer öffentlichen Workshops.

Literatur: Covey, Stephen M. R., Schnelligkeit durch Vertrauen, Gabal Verlag
Jetzt das Video zu „Schnelligkeit durch Vertrauen“ anschauen.
Unsere öffentlichen Workshops: FranklinCovey Termine

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Christiane Lohrmann

Christiane Lohrmann

Christiane verantwortet Marketing und PR bei FranklinCovey DACH. Christiane hat 20 Jahre Erfahrung in Marketing und PR im Medienbereich sowie im Bildungsmarketing und Kooperationsmanagement. Ihr Schwerpunktthema ist corporate Learning. Sie hat einen MBA mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit von der Leuphana Universität in Lüneburg und ist Herausgeberin des Buches „Sustainability in a digital World“, das 2017 im Springer Verlag erschien.