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3 Beispiele für erfolgreiche Unternehmenskultur

Gute Unternehmenskultur fällt nicht vom Himmel, sondern sollte vorgelebt, geübt und durch Leitplanken abgesichert werden.

Wie dies in der Praxis gelingt, möchte ich heute an drei Unternehmen beispielhaft aufzeigen, die erfolgreich eine werteorientierte und prinzipienbasierte Unternehmenskultur etabliert haben, die nachweislich zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Donau Chemie AG

Anfangen möchte ich mit einem Familienunternehmen, das in elf Ländern tätig ist und seinen Unternehmenssitz in Wien hat – die Donau Chemie AG.
Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und auf gesellschaftliche Verantwortung. So bedeutet für den Donau Chemie Betriebsrat, Erich Tellian, gesellschaftliche Verantwortung „ganz besonders soziale Verantwortung für alle Kolleginnen und Kollegen“ (CSR Bericht Donau Chemie 2017, Seite 4).

Um dieser Verantwortung nachzukommen motiviert die Donau Chemie Geschäftsführung ihre Mitarbeiter dazu, sich stets weiterzubilden und zu lernen. Sie geht dabei mit gutem Beispiel voran, indem sie eine Unternehmenskultur vorlebt, die sich auf folgende vier Grundprinzipien stützt:

  • Durch Paradigmenwechsel festgefahrene Handlungs- und Sichtweisen überdenken.
  • Entwicklung von Abhängigkeit zur Unabhängigkeit, um ein erfolgreiches Privatleben zu führen.
  • Wandel von Unabhängigkeit zur Kooperation, um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu stärken.
  • Erholung und Erneuerung der seelischen sowie der körperlichen Gesundheit.

Diese Prinzipien werden von den Mitarbeitern des Konzerns gelebt und tragen wesentlich zu einem positiven Betriebsklima bei (CSR Bericht Donau Chemie 2017, Seite 6).
Eine Leitlinie für diese Prinzipien bildet das Programm ‚Die 7 Wege zur Effektivität‘ von Stephen R. Covey. Personalleiterin Maria Madl-Aigner erläutert, dass in der Donau Chemie ‚Die 7 Wege zur Effektivität‘ als eine Investition in Mensch und Organisation gesehen würden, die jeden dabei unterstützen, persönlich und beruflich erfolgreich zu sein.

Georg Fischer

Lassen Sie uns beim schweizerischen Maschinen- und Anlagenbauer Georg Fischer eine kleine Zeitreise unternehmen und schauen, welcher Auslöser den ausschlaggebenden Impuls gegeben hat, sich wirklich intensiv mit der eigenen Unternehmenskultur zu beschäftigen und welche Veränderungen diese Auseinandersetzung brachte.

Der derzeitige CEO von Georg Fischer Yves Serra, war damals noch der Leiter von GF Piping Systems einer der drei Divisionen von Georg Fischer, einem Industrieunternehmen mit 136 Gesellschaften in 34 Ländern. In seiner Division fiel ihm auf, dass die Mitarbeiter nicht als ein Team arbeiteten, sondern in ihrem ‚Silodenken‘ gefangen waren. Folglich war die Leistung des Unternehmens betroffen und stagnierte. Die Mitarbeiter hörten nicht genug aufeinander und so diagnostizierte er, dass Team-Arbeit innerhalb von GFPS eine besondere Hebelwirkung für die Unternehmensentwicklung haben musste. Laut Serra wussten unbewusst alle, dass etwas getan werden sollte, zumindest musste Team-Arbeit weiterentwickelt werden. Nichtdestotrotz gab es eine gewisse Skepsis, denn zahlreiche Trainings waren bereits ausgetestet worden.

Die Entscheidung fiel dann auf das „7 Wege“ Modell von FranklinCovey. Der damalige GF Personaldirektor Dr. Alain Ritter begründet diesen Schritt sowohl mit der Möglichkeit, weltweit einheitliche Trainings durchzuführen, als auch mit der Einfachheit des Modells.
Sie werden sich jetzt sicherlich fragen, was sich seitdem geändert hat.

Nach mehr als 10 Jahren konsequenter und fokussierter „Arbeit“ mit den 7 Wegen hat GF eine eigene und aktiv gelebte Unternehmenskultur entwickelt, bei der die Mitarbeiter ein einheitliches Verständnis von Verantwortung, Zielorientierung, Kommunikation und Kooperation haben. Laut Ritter haben die Mitarbeiter verstanden, was es heißt, zusammenzuarbeiten und was dies für Vorteile bietet. Diese Vorteile spiegeln sich auch in den Geschäftszahlen des Unternehmens wieder. FranklinCovey ist dankbar einen kleinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet zu haben (Video Customer Success Stories Georg Fischer).

CHT Group

Als letztes Unternehmen schauen wir uns noch die deutsche CHT Group mit Hauptsitz in Tübingen an. Die CHT Group ist ein weltweit agierender Spezialchemikalienhersteller. Die rund 2.200 Mitarbeiter in 29 Gesellschaften sind in über 120 Ländern auf allen Kontinenten verteilt. Für solch ein weltweit tätiges Unternehmen ist es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter gleiche Werte vertreten und eine einheitliche Sprache sprechen.

Die ersten Erkenntnisse liefert der Nachhaltigkeitsbericht 2016: „Die Firmenkultur der CHT Group zeichnet sich dadurch aus, dass alle Mitarbeiter sich auf gleiche Werte und eine einheitliche Sprache abgestimmt haben. Dadurch werden die Kommunikation und das gegenseitige Miteinander zwischen verschiedenen Ländern und Geschäftseinheiten vereinfacht. Globale Teams arbeiten so deutlich reibungsloser, da sie grundsätzliche Denk-Prinzipien und Herangehensweisen teilen, wodurch Synergien innerhalb des Unternehmens erzeugt werden. Durch diesen Prozess sind die Mitarbeiter der CHT Group besonders motiviert sowie engagiert und tragen so direkt und indirekt zum Unternehmenserfolg bei.“

Die drei Organisationen aus der DACH Region haben eines gemeinsam, sie sind weltweit tätig und entwickeln ihre Unternehmenskultur mit Geduld, Konstanz und dem Blick fürs Wesentliche. In allen drei Unternehmen leben die Führungskräfte die Werte aktiv vor, ermöglichen Zeit und Raum für Lernen und Wissen. Eine gute Unternehmenskultur fällt nicht vom Himmel, sie muss gelebt und geübt werden.

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Viktor Kudrischow

Viktor Kudrischow

Viktor ist Marketing Manager bei FranklinCovey DACH. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg ist er nach Praktika bei der Bayerischen Philharmonie e.V. und ProSiebenSat.1 seit 2018 im Team von FranklinCovey.