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Proaktives Handeln stärkt Rendite

Impressionen von der Zukunft Personal

Welche Trends auf der Zukunft Personal diskutiert wurden und warum gerade heute klassische Modelle wie die Empfehlung zum proaktiven Handeln nicht nur Halt und Sicherheit geben, sondern auch die Rendite im Unternehmen stärken können. Tipps für CEO, HR-Professionals und alle Führungskräfte.

Auf der diesjährigen Zukunft Personal in Köln wurde wieder leidenschaftlich über die „New World of Work“ diskutiert. Digitale Technologien wurden vorgestellt, die uns schneller und effizienter machen. Agile Methoden und innovative Tools versprechen, die Motivation zu verbessern und die Produktivität steigern. Mehr als 770 Top-Aussteller und 440 Programmpunkte deckten das gesamte Spektrum der Personalwirtschaft ab. Das größte Klassentreffen der Branche! Dabei galt die große Aufmerksamkeit dem Vortrag des Autoren John Stepper, der das Trend-Konzept des Working out Loud vorstellte. Ein weiterer Ansatz, der agilen und digitalen Berufswelt einen Rahmen für neues Arbeiten und proaktives Handeln zu geben.

Was ich vermisst habe: Den Brückenschlag zu den ganz handfesten betriebswirtschaftlichen Zahlen. Denn genau in diesen Dimensionen müssen Unternehmer und Führungskräfte denken. Liegt nicht immer noch viel Kapital brach, weil wir es im Alltagsstress versäumen, uns um den höchsten Renditefaktor, dem Menschen und seinem individuelles Kapital, wirklich zu kümmern? Wenn Sie so wollen, ist hier proaktives Handeln gefragt.
Der Mensch wird nach wie vor in der Bilanz als Kostenfaktor geführt, ein Relikt aus dem Industriezeitalter. Diese Zeiten sollten aber vorbei sein! Paradigmenwechsel ist angesagt. Aber wie?

Unternehmenskultur bringt hohe Rendite

Dass Unternehmenskultur und proaktives verantwortliches Handeln von CEOs in der Organisation die Stärken der Mitarbeiter zu stärken, sich tatsächlich positiv auf die Rendite auswirkt, belegt auch eine Studie von KRW International. Sie stellt heraus, dass CEOs, die von Ihren Mitarbeitern gute Noten hinsichtlich ihres Charakters erhielten, eine durchschnittliche Gesamtrendite (Return on Assets, ROA) von 9,35 Prozent aufwiesen. Chefs mit einer weniger guten Charakterbewertung brachten nur einen ROA von durchschnittlich 1,93 Prozent zustande. Bei der Studie wurden den Befragten rund 500 Verhaltensweisen und Eigenschaften vorgelegt, die zu priorisieren waren. Sie wurden zu einem Zeitraum von zwei Jahren befragt.

Die richtigen Dinge tun

Wahlloses Ausprobieren neuer Ansätze, digitaler Tools und Konzepte bringt uns nicht allein zum Ziel. Umdenken heißt: Weg vom Kosten-Denken, hin zum Investitions-Denken und damit zu mehr Verantwortung für Weiterbildung und -entwicklung. Hier können zeitlose und erprobte Prinzipien und Konzepte helfen, wie etwa das bewährte Rahmenmodell „Die 7 Wege zur Effektivität“.

Es ist eine Frage der Führung und Verantwortung sich für die Entwicklung von Unternehmenskultur und die Förderung von Mitarbeitern einzusetzen. Eine Aufgabe für CEOS, für HR’ler und alle Führungskräfte. Wir wollen in unseren Stärken, dem kreativen Potential und unserem Charakter gefördert und respektiert werden. Wir brauchen Visionäre und Vorbilder, die proaktiv sind, die inspirieren und fördern. Wir suchen nach Role Models, die eben nicht nur die „Dinge richtig tun“, sondern auch „die richtigen Dinge tun“. Charakterstärke und proaktives verantwortliches Handeln werden immer wichtiger, um langfristig und nachhaltig auf die heutigen Herausforderungen zu antworten.

Hier kommt das Modell der „7 Wege zur Effektivität“ ins Spiel. Ein Klassiker der Unternehmenskultur von Stephen R. Covey, der auch heute noch seine Gültigkeit hat, und zwar für alle: CEOS, HR’ler und jede einzelne Führungskraft.

Der direkte Weg zum nachhaltigen Erfolg

Doch wie kommen wir zu einem – wie in der KRW-Studie beschriebenen – hohen ROA? Indem wir eine Unternehmenskultur erschaffen! Das ist aber sicher kein „quick deal“, sondern ein „long run“, dessen Erfolg nicht schnell, dafür aber umso nachhaltiger und stabiler sein wird. Eine gemeinsame Unternehmenskultur schaffen, ist eine Führungsaufgabe, die vorgelebt und weitergetragen wird. Nur so kann Vertrauen und Stärke entstehen.

Hier können die zeitlosen Prinzipien der „7 Wege zur Effektivität“ unterstützen. Ein Beispiel: Der 1. Weg „Proaktives Handeln“. Worum es für CEOs, HR’ler und jede einzelne Führungskraft konkret geht:

1. CEOs übernehmen auch für die Unternehmenskultur Verantwortung, denken proaktiv über die Art der Zusammenarbeit in ihrer Organisation nach und leben sie vor. Das kann zum Beispiel durch regelmäßige Open Foren mit allen Mitarbeitern sein, bei dem man für Fragen zur Verfügung steht. Es gilt ein Vorbild zu sein!

2. HR’ler setzen sich aktiv für Weiterbildungs-Angebote rund um Zusammenarbeit und eigenverantwortliches Handeln für alle Mitarbeiter ein und ermöglichen so eine Kultur des Lernens und der Entwicklung von Stärken. Denn es gilt, die Eigenverantwortlichkeit von Mitarbeitern zu stärken und sie an Entscheidungen aktiv zu beteiligen. Das kann beispielsweise durch gezielte Learning Journeys passieren, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sind.

3. Führungskräfte lernen, sich selbst zu managen und ihre Mitarbeiter zu motivieren, mit mehr Eigeninitiative und Verantwortung neue Wege zu gehen. Das kann durch empathische Kommunikation, durch Zuhören und Verstehen und einen wertschätzenden Umgang miteinander realisiert werden.

Das wäre ein Beginn. Weiteres Umdenken und neues Handeln ist angesagt. Der Zeitgeist fordert dieses Umdenken hin zu mehr Proaktivität und Verantwortung im Sinne des „1. Weges“ aus dem Modell der „7 Wege zur Effektivität“ von uns. Langfristig schenkt uns dieser Weg zu einer Unternehmenskultur aber auch Renditen und Gewinnoptimierung - und darum geht es doch am Ende, oder?

Schauen Sie sich zur Einführung in die „7 Wege“ folgendes Video an.

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Christiane Lohrmann

Christiane Lohrmann

Christiane verantwortet Marketing und PR bei FranklinCovey DACH. Christiane hat 20 Jahre Erfahrung in Marketing und PR im Medienbereich sowie im Bildungsmarketing und Kooperationsmanagement. Ihr Schwerpunktthema ist corporate Learning. Sie hat einen MBA mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit von der Leuphana Universität in Lüneburg und ist Herausgeberin des Buches „Sustainability in a digital World“, das 2017 im Springer Verlag erschien.