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Unternehmenskultur und Performance: Wie man in 7 Schritten zum Erfolg gelangt

Welche Organisationsform ist für Unternehmen am wirkungsvollsten? Zentral vs. dezentral oder Matrix vs. Hierarchie oder gleich alle Hierarchieebenen auflösen und nur noch agil arbeiten? Ich bin jetzt seit bald 30 Jahren im Business und genauso lange kenne ich die Diskussionen.

Die Sehnsucht ist klar: Lasst uns eine Struktur finden, in der die Mitarbeiter möglichst optimal im Sinne des Unternehmenszwecks zusammenarbeiten.

Ich möchte an diesem Punkt mit zwei Mythen aufräumen:
Mythos 1: Es gibt die absolut richtige Organisationsform für uns!
Mythos 2: Hauptsache die richtige Struktur! Und zusammen mit unseren Geschäftsprozessen steht dem Erfolg nichts mehr im Weg!

Zu Mythos 1: Wie häufig im Leben kauft man sich mit jeder Lösung auch Nachteile ein. So bietet uns die Matrixorganisation die wunderbare Gelegenheit gleichzeitig sowohl Businessfunktionen, als auch Querschnittsfunktionen voranzutreiben und zu managen – aber sie handelt uns im Gegenzug jede Menge Kommunikations- und Prioritätsprobleme im operativen Geschäft ein. Die optimale Struktur gibt es einfach nicht!

Zu Mythos 2: Hier machen wir es uns als Führungskräfte eindeutig zu einfach, denn wir blenden einen Faktor völlig aus: die menschlichen Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Es ist schwierig, eine Struktur vorzugeben und aufzubauen, in welche diese Verhaltensweisen und Gewohnheiten immer passen. Aber durch eine starke KULTUR schaffe ich es, das spezifische Verhalten meiner Mitarbeiter zu nutzen.

Grundthese: Egal, welche Organisationsform wir uns auf dem Papier auch ausdenken, nur eine effektive Kultur wird uns den Nutzen daraus generieren.

Die schlechte Nachricht zum Thema Kultur: die wenigsten Manager können genau definieren, was es ist und nehmen sie als gegeben hin.
Die gute Nachricht zum Thema Kultur: man kann eine effektive Kultur bewusst schaffen! Und am besten geschieht das mit einem weithin akzeptierten Rahmenmodell.

Ein mögliches Rahmenmodell sind z. B. „Die 7 Wege zur Effektivität“.
Dieses Modell ist deshalb wirksam, weil es auf allgemein und global gültigen Prinzipien beruht und keine Modeerscheinung darstellt.
Wer sich auf „Die 7 Wege zur Effektivität“ einlässt, richtet seine Unternehmenskultur auf folgende Prinzipien aus:

  1. Wir erkennen unsere Eigenverantwortung und die Möglichkeiten, konstruktiv nach vorne zu gehen, statt in eine Opferhaltung zu fallen.
  2. Bevor wir etwas starten, denken wir zunächst alles in Ruhe durch.
  3. Wir konzentrieren uns auf das Wichtige, statt auf das Dringliche.
  4. In der Beziehung zu anderen haben wir eine Win-Win-Einstellung.
  5. Wir hören situativ zu, um zu verstehen, und nicht, um unsere Antwort vorzubereiten.
  6. Wir streben nach kreativen, synergetischen Lösungen und geben uns nicht mit Kompromissen zufrieden.
  7. Wir achten auf Regeneration und brennen nicht aus.

Wer diese Grundprinzipien genauer durchdenkt, merkt schnell, dass sie das effektive Verhaltensfundament einer JEDEN Organisationsstruktur liefern – gleichgültig, ob ich mich z.B. zentral oder dezentral aufstelle.

Schauen Sie sich zur Einführung in die „7 Wege“ folgendes Video an.

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Andreas Maron

Andreas Maron

Andreas ist Director Execution Practice bei FranklinCovey DACH. Seine Expertise ist Unternehmensstrategie und Umsetzung. Als Diplom Ingenieur mit dem Fachgebiet Maschinenbau hat Andreas mehr als 20 Jahre Erfahrung als Business Coach und Trainer, Gründer und Geschäftsführer. Er ist Co-Autor der FranklinCovey Bücher „Die 4 Disziplinen erfolgreicher Umsetzung“ und „Potentiale entfesseln“, die in deutscher Sprache bei Redline erschienen sind. Er ist leidenschaftlicher Saxophonspieler und Pianist.