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Was ist eine gute Unternehmenskultur?

Alle sprechen über Unternehmenskultur, aber was genau macht eine gute Kultur oder ein angenehmes Betriebsklima aus? Laut der aktuellen Hays HR-Studie 2018 ist das Top Thema in den Unternehmen die Mitarbeiterbindung. Auf Platz 2 der HR-Agenda liegt die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen. Die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern ist erstmals der drittwichtigste Punkt unter den HR-Themen. Es geht also darum, die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erkennen, bewusst darauf einzugehen und dann mit konkreten Weiterentwicklungs-Angeboten zu antworten. Die aktuelle Studie Global Human Capital Trends für Deutschland von Deloitte verweist zudem darauf, dass die Arbeitnehmerstrukturen, also das sogenannte Ökosystem von Organisationen, immer diversifizierter werden. In dieser aktuellen und agilen Situation des Wandels wird die Unternehmenskultur immer wichtiger, da sie einen großen Einfluss auf die Performance und damit auf den Erfolg einer Organisation hat.

Es steht viel auf dem Spiel! Unternehmen mit einer starken Kultur sind heute die Gewinner. In der agilen und schnellen Welt der sich ständig wandelnden Herausforderungen spielen daher insbesondere zwei Faktoren für Organisationskultur eine große Rolle: Führung und Vertrauen.

Schnelligkeit durch Vertrauen

Unternehmen mit einer guten Vertrauenskultur sind signifikant leistungsstärker als Unternehmen mit einem geringen Vertrauensniveau. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme, Vertrauen habe man oder eben nicht, gilt: Vertrauenskultur ist lernbar. Eine Studie von FranklinCovey zeigt, dass 10 % mehr Vertrauen den gleichen Effekt auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat wie 36 % Gehaltssteigerung. Vertrauen entsteht dabei in 5 Bereichen unseres Lebens; in uns selbst als Individuum, in Beziehungen, in Organisationen, am Markt und nicht zuletzt in der Gesellschaft. Dabei geht es darum, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, ob zu sich selbst, zu Vorgesetzten, zu Kollegen, zu Kunden oder Stakeholdern insgesamt.

Führungskräfte als Vorbilder für gelebte Unternehmenskultur

Was ist zu tun, wenn alles in Bewegung ist? Und welche Rollen und Aufgaben haben Führungskräfte in der sich so rasch verändernden Welt? Führungskräfte haben vier grundlegende Rollen, in denen sie das Fundament für effektive Führung und damit für die Unternehmenskultur in der Organisation legen. Diese Rollen sind:

  1. Vertrauen schaffen

    Seien Sie die vertrauensvolle Führungskraft, der man folgt, da Sie mit Charakter und Kompetenz überzeugen.

  2. Vision entwickeln

    Vermitteln Sie deutlich, welches Ziel ihr Team hat und auf welchem Weg es dort hinkommt.

  3. Strategie umsetzen

    Arbeiten Sie diszipliniert in klaren Prozessen und erreichen Sie so erfolgreich Ihre Ergebnisse.

  4. Talente coachen

    Entfesseln Sie Potenziale, um die Team Performance zu verbessern und Karrieren zu fördern.


Fazit: Was eine gute Unternehmenskultur ausmacht

Wertschätzung! Vertrauen! Kommunikation! Gemeinsame Sprache! Das sind nur einige der Schlagworte, die genannt werden, wenn Mitarbeiter die Ziele ihrer Firmenkultur beschreiben.

Eine gute Unternehmenskultur ist mehr als nur eine Worthülse. Denn vom tatsächlichen menschlichen Umgang in einer Firma hängt oft auch der geschäftliche Erfolg ab.

Wie schon in der Deloitte Studie analysiert, werden Arbeitsstrukturen immer diverser. In dieser Situation können gemeinsame Werte und Prinzipien der Zusammenarbeit Sicherheit bieten und vertrauensvolles Zusammenarbeiten ermöglichen. Fakt ist aber auch: Eine starke Unternehmenskultur fällt nicht vom Himmel, sie sollte vorgelebt, regelmäßig geübt sowie durch klare Leitplanken abgesichert werden. Manchmal gilt es auch sie zu verteidigen. Kein einfaches Unterfangen, denn es kann schon ein paar Jahre dauern, um neue Denk- und Handlungsmuster rund um den Paradigmenwechsel in einem Unternehmen zu etablieren, aber es lohnt sich.

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Christiane Lohrmann

Christiane Lohrmann

Christiane verantwortet Marketing und PR bei FranklinCovey DACH. Christiane hat 20 Jahre Erfahrung in Marketing und PR im Medienbereich sowie im Bildungsmarketing und Kooperationsmanagement. Ihr Schwerpunktthema ist corporate Learning. Sie hat einen MBA mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit von der Leuphana Universität in Lüneburg und ist Herausgeberin des Buches „Sustainability in a digital World“, das 2017 im Springer Verlag erschien.